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Donnerstag, 9. Juni 2011

Räucherfisch selbst gemacht!

Für alle Leute, die gerne Räucherfisch essen oder es einfach mal probieren möchten - Fische selbst räuchern ist recht einfach. Man benötigt ein paar Utensilien dazu, die man entweder im Fachhandel kaufen oder aber improvisieren kann, je nachdem ob man voraussichtlich öfters oder nur einmal räuchern möchte aber noch nicht so recht weiss.

Es gibt wie immer viele unterschiedliche Auffassungen wie man es "richtig" macht.
Ich möchte euch hier erstmal eine sehr einfache und bewährte Methode vorstellen. Wer vor dem Räuchern die Kiemen entfernt kann in der Regel häßliche Blutspuren vermeiden, die sich beim späteren Räuchern bilden können.
Die Fische lege ich vor dem Räuchern immer in Salzlake ein. Dazu gebe ich idealerweise auf einen Liter Wasser 80g Salz, also eine 8%ige Salzlösung. In dieser bleiben die Fische für ca. 12 Stunden.
Ab und zu, wenn das Räuchern sich kurzfristig erst ergibt, dann mische ich in einem anderen Verhältnis, z.B. 120g pro Liter ca. 8 Std. Alternativ kann aber auch trockensalzen - das geht schneller aber nicht allzu gleichmäßig.
Es gibt im Handel unzählige Kräutermischungen zum Einlegen der Fische - auch hier kann man mit Zutaten kreativ sein wobei ich die einfache Salzlake vorziehe, da ich Aroma über den Rauch lieber mag.


Nach dem Salzen werden die Fische zunächst gründlich gewaschen.
Dabei wundert man sich manchmal wieviel Schleim gelöst wird durch das Salz. 

Nun müssen die Fische vor dem Räuchern trocknen.
Je nach Witterung hänge ich die Fische einfach in den Garten an einen Baum. Ich habe mir hierfür Räucherhaken gekauft. Die sind aus Metall und verweilen im Fisch bis zum Verzehr.
Wer keine Räucherhaken hat kann auch Bindfäden durch die Kiemen ziehen oder um den Kopf knoten.




Sind die Fische trocken kommen sie in den Ofen, der auch dann erst mit Buchenholzstücken befeuert wird. Hierbei ist es wichtig, dass die Temparatur der Fische mit der Temperatur des Ofens langsam ansteigt - ich räuchere heiß, da ich die Räucherlinge gerne warm esse.
Ich verwende hier eine einfache ausziehbare Räuchertonne. Man kann auch im Handel Räucherschränke, Räuchertöpfe etc. erwerben.
Wer kalt Räuchern möchte kann auch einen Umzugskarton nehmen.

Als Befeuerung verwende ich ausschließlich Buchenholzklipper, die hier über das Jahr beim Holzmachen zu Hauf abfallen. Als Grundlage für das Räuchermehl verwende ich reine Buchenholzspäne, die dann mit Zutaten wie Wacholderbeeren, Thymian, Rosmarin & Co. vermischt werden.
Ich erhitze den Fisch einmal bis auf 90-100° und lasse ihn dort ca. 10-15 min. heißgaren. Danach lasse ich den Ofen bei etwa 60° eine halbe Stunde feuern und starte dann in regelmäßigen Abständen die Räuchgänge mit Räuchermehl, die dann dem Fisch das gewünschte Aroma verleihen. Der Fisch ist jetzt gar, also kann der Ofen im oberen Teil während der "Aromatherapie" auch schonmal bis zu 40° runterkühlen - auch wenn in der Feuerbox fleißig geglimmt wird.

Diese Prozedur kann sich je nach gewünschten Räuchgrad auch noch bis zu einer Stunde hinziehen.
Die fetteren und größeren Fische bleiben natürlich dabei länger im Ofen. In der Regel kann man die Fische an ihrer goldbraunen Farbe als gut erkennen.



Ich ziehe immer die Rückenflosse ab und erkenne so, ob das Fleisch schon gar ist. Wenn sich lange schwarze Fettfäden am unteren Schwanzende bilden ist der Fische zu heiß geräuchert worden.

Leider war es zu dunkel, um die Räucherfische noch zu dokumentieren udn am nächsten Tag war nichts mehr übrig ... aber dazu kommt ein Nachtrag.

In der Regel kann ich nur sagen - lieber etwas länger und dafür nicht zu heiß räuchern und einfach machen!
Wer ab und zu ein Auge auf das Thermometer und seine Räucherlinge hat, der wird nicht viel falsch machen. Ich wünsche euch gutes Gelingen.

Dienstag, 31. Mai 2011

Abendliche Angler-Romantik

Ab und zu kann ich mich überwinden meine Kamera und Stativ zusätzlich zu meinem üblichen Angelsachen mit zum Angelplatz zu schleppen.Dann angele ich ausschliesslich auf Grund mit Glocke oder Piepgerät, weil je nach Situation der Angeltripp schnell zu einer Fotosession entarten kann ...
Diese schöne Abendstimmung hat meine Aufmerksamkeit so sehr in den Bann gezogen, dass ich fast ausschliesslich an der Kamera oder meinem Angelgerät beschäftigt war.
Der Mond war schon früh am Abend zu sehen nahm auf der Fotoszene seinen Platz ein ...
Die Fische liessen sich von dem Abendrot nicht ablenken und bissen ordentlich an meinen Grundruten. Der ein oder andere Moment ist dadurch leider entwischt währen ich alle Bisse ans Band holen konnte.

Ein ordentlicher Fang rundet einen schon sehr runden Tag für mich ab. Zwei schöne Bachforellen von 36 und 31 cm geben eine schöne Mahlzeit.

Dienstag, 15. Februar 2011

Regenbogen-Forelle knusprig gebraten im Salatbett

Zutaten (pro Person):
• 1 Regenbogenforelle

• 1 Teelöffel (frischen) Zitronen-Thymian
• 1/2 Teelöffel Rosmarin
• 1/2 Teelöffel Salz
• Butter


Als Beilage bei mir heute (pro Person):
• 2 Hände Feldsalat

• 1/4 Lemone
• 1/8 Orange
• Essig/Salz/Pfeffer
(• zwei Blätter Radicchio)



Den Zitronen-Thymian und Rosmarin klein hacken. Den Fisch mit dem überwiegenden Teil der Kräuter füllen und den Rest von aussen drüber streuen.

Die Butter in der Pfanne zerlassen und den Fisch wird ca. 5-6 Minuten (je nach Größe und Fleischdicke) von jeder Seite im heißen Fett gebraten.

Anschließend den Fisch aus der Pfanne nehmen und möglichst viel von dem heißen Fett abtropfen lassen. Den Feldsalat nach Belieben mit Essig, Salz, Pfeffer und Orange anmachen und auf dem Teller verteilen. Nun den gebratenen Fisch auf das Salatbett legen. Die Lemonen in kleine Spalten schneiden und zum Fisch servieren.

Wer es gern etwas farbiger mag kann z.B. etwas Radicchio unter das Salatbett legen. Das passt zur Lemone und macht auf dem Teller einiges her.




Bon Appétit

Samstag, 5. Februar 2011

Probleme mit Schuppen?

Keine Angst. Hier wird auf keinen Fall Werbung für Anti-Schuppen Produkte o.ä. gemacht. Es geht um eine kurze Anleitung zu Thema "Fische richtig schuppen".

Detailbild vom Schuppenkleid einer Regenbogenforelle.
Die Schuppen sind sehr klein aber wer schonmal einen solchen Fisch geschuppt hat weiß, dass da einiges an Hornmaterial zusammen kommen kann - erst recht, wenn es sich um ein etwas größeres Exemplar handelt.


 









Es mag einige Leute geben, die es nicht für nötig erachten eine Forelle zu schuppen - oder die es schwachsinnig finden.
Mein kleiner Exkurs geht also an diejenigen, für die die kleinen Hornplatten ebenfalls unangenehm zwischen den Zähnen sind. Alle anderen können gern weiter scrollen oder munter weitercrunchen!

Im Prinzip gelten die folgenden Schritte für alle beschuppten Fischarten. Generell gestaltet sich die Arbeit bei Friedfischen einfacher, bei Kammschuppern schwerer.


1. Den Fisch von seiner Schleimhaut befreien. Dazu kann man Küchenkrepp, ein Handtuch o.ä. nehmen. Unter laufenden Wasser sorgfältig abspülen. 
Wer jetzt den Fisch etwas langzieht oder biegt, bricht die Schuppen bereits etwas auf und hat es später leichter.

2. Vor der eigentlichen Arbeit kann man den Fisch auf ein Holzbrett legen, damit er nicht so viel umherrutscht. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Haut schön naß bleibt. So ist es deutlich leichter und die Küche bleibt sauberer.
Wer will kann seine Hände vorher salzen - dann hat man den Fisch besser im Griff. Wer einer etwaigen Schweinerei entgehen möchte kann seine Fische auch unterwasser oder an der freien Luft bearbeiten. Manche Frau wird sich darüber freuen!

3. Nun schuppt man den Fisch beginnend vom Schwanz aufwärts, also gegen die Wuchsrichtung, indem man ihn mit einer Hand an der Schwanzflosse festhält.
Ich verwnde dazu ein einfaches Küchenmesser mit gezackter Klinge. Dabei stelle ich das Messer leicht schräg gegen die Wuchsrichtung - das funktioniert sehr gut.

Schuppt man vor dem Ausnehmen, so ist dies gerade im Bereich der Bauchpartie deutlich einfacher.
Allgemein sollte man dies nicht zu schnell madchen, damit die Schuppen nicht überall in der Küche rumfliegen. 












Alternative Werkzeuge sind ein Teelöffel (bei Rotaugen z.B. völlig ausreichend) oder ein Holzstück, an dessen Ende man einen Kronkorken befestigt - sies funktioniert sehr gut, ist aber bei mehrfacher Verwendung nicht die hygienisch beste Lösung. Wer bereits ist etwas Geld auszugeben, der kann sich auch einfach einen Fisch-Schupper kaufen.
4. Fisch gründlich abspülen und nochmal gegen das Licht kontrollieren, ob alle Schuppen entfernt sind. Restschuppen lassen sich so sehr gut erkennen, da die von Schuppen befreite Fischhaut deutlich matter wirkt. Er sieht einfach nackt aus.



Ich wünsche allen Anglern oder Köchen mit Schuppenproblemen gutes gelingen.
Mögt ihr baldige Heilung erfahren!

Freitag, 21. Januar 2011

Köderfische richtig lagern


Wer gerne mit Naturködern großen Räubern wie Hecht und Zander nachstellen möchte, kommt am Köderfisch nur schwer vorbei.
Kleine Fische wie Rotaugen, Rotfedern, Kaulbarsche, Lauben etc. eignen sich für viele Angelarten.
Sei es beim Ansitz, Spinnfischen, Vertikalangeln oder Schleppen - dieser Köder ist laut Meinung vieler Angelkollegen seinen Gummi-Brüdern immer voraus.

Rotfedern eignen sich gut für den Ansitz auf Hecht - aber richtig angeboten kann man damit auch gute Zander fangen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Lagerung von mehreren kleinen Köderfischen zuhause nicht immer so einfach oder besser gesagt - nicht immer so angenehm ist.

Ich lagere meine Köderfische am Liebsten gefroren und am Besten einzeln entnehmbar.

Vorsicht: Auch andere Räuber stehen auf diesen Köder.
Hier im Hintergrund ein toller "Hecht"
. Mein gieriger Kater steht auf Plötzen & Co ...





Da ich aber nicht für jeden einzelnen kleinen Fisch einen Gefrierbeutel verwenden möchte, empfiehlt es sich, die Fische im trockenen Zustand getrennt voneinander einzufrieren. Ich lege die Fische dazu einfach schön verteilt auf einen leicht fettigen Teller oder ähnliches und stelle die Fische dann für eine Weile in die Tiefkühltruhe bis sie gut gefroren sind.
Jetzt kann ich sie vom Teller nehmen, zusammen in eine Tüte packen und schnell wieder einfrieren.
So gelagert kann man die Fische "portionsweise" entnehmen und ans Band hängen.

Wer die Fische nach dem Angeln wieder einfrieren will, sollte dafür sorgen, dass nicht genutzen Fische während des Angelns möglichst bretthart gefroren bleiben. Danach kann man die Fische verlustarm wieder einfrieren - ausserdem hat man damit immer einen Auftriebsköder im Gepäck, denn gefrorene Köder treiben in der Regel auf.
Aber auch einige ungefrorene Köderfische treiben auf. Wer das verhindern möchte sollte die Schwimmblase der Fische mit einer Ködernadel o.ä. zerstechen (ein paar Stiche zuviel können an dieser Stelle nicht schaden).

Ich wünsch Fisch ans Band!

Mittwoch, 19. Januar 2011

Knusprig gebratene Bach-Forelle

Zutaten (pro Person):
• 1 Bachforelle

• 1 Teelöffel (frischen) Thymian
• 1/2 Teelöffel Rosmarin
• ein paar Zupfer Petersilie

• 1/2 Teelöffel Salz
• Butter/Öl


Als Beilage bei mir heute (pro Person):
• 4 Cherry-Tomaten
• 1/4 Kopfsalat

• 1/2 Zitrone
• Essig/Öl/Salz/Pfeffer




Zubereitungsempfehlung:
Die Forellen ausnehmen und darauf achten, dass möglichst alle Reste der Nieren und Bachhaut dabei entfernt werden. Ich entferne auch immer die Kiemen, das ist vor allem bei Räucherfisch wichtig aber schaden kann es auch hier nicht. Nun würde ich die Fische schuppen.  

Praktisch ist ein einfaches, kleines bis mittleres Küchenmesser mit gezackter Klinge. So kann man gegen die "Schuppenrichtung" mit etwas Druck die Schuppen abschaben. Viele Leute machen sich die Mühe nicht. Ich für meinen Teil weiß eine knusprige Haut zu schätzen. Mehr zum Thema hier.




Den Fisch waschen und danach mit einem Tuch trocken tupfen.
Als nächstes den Fisch von aussen und innen salzen und bei Bedarf mit Pfeffer zusätzlich würzen.
Alternativ kann man den Fisch auch mit Mehl panieren - das macht ihn ein bischen knuspriger.

Rosmarin und Thymian klein hacken. Den Fisch mit dem überwiegenden Teil der Kräuter füllen und den Rest von aussen drüber streuen.

Die Butter/Fett in der Pfanne zerlassen/erhitzen. Wichtig ist, dass der Fisch erst in die Pfanne geben wird , wenn das Öl heiß ist. Hierzu halte ich einen Holzlöffel in das Fett. Bilden sich am Rand des Löffels Bläschen, dann ist das Fett heiß genug.

Der Fisch wird ca. 5-6 Minuten (je nach Größe und Fleischdicke) von jeder Seite im heißen Fett gebraten.

Anschließend den Fisch aus der Pfanne nehmen und möglichst viel Öl abtropfen lassen. Die Zitronen in kleine Spalten schneiden und zum Fisch servieren.

Ich empfehle zum gebratenen Fisch gerne grüne Salate oder Gemüse.

Guten Hunger

Dienstag, 18. Januar 2011

Es gibt Kohlfisch ...

... und dabei handelt es sich nicht um ein Rezept. Man könnte den Kohlfisch höchstens als Nachgang eines Menus erwähnen.

Ich entsorge nahezu alle meine Fischreste im Ofen. Das ist funktioniert bei ausreichend Glut wunderbar, hat aber einen unschönen Nebeneffekt - es riecht draussen etwas streng und wer direkte Nachbarn hat muss sich Sprüche gefallen lassen.

Freitag, 14. Januar 2011

Wo fange ich (an)?

(an)FANGEN!
Hier soll alles beginnen ... Ich, Sick Hensson aus Warburg, ich bin 32 Jahre alt und seit 2 Jahren leidenschaftlicher Angler.
An dieser Stelle sei gesagt, dass ich ein Fischer im Sinne der Jagd bin.
Ein vorsätzliches Catch and Release ist bei mir eher die Ausnahme.


Abhaken eines Rotauges.
Gefangen im Mondsee - Salzkammergut, Österreich.
Einfache Posenmontage mit 10er Haken.
Köder war ein Dendrobena.






Allerdings geht es mir nicht ausschließlich darum Fische zu fangen, sondern auch in der Natur zu sein, die Seele baumeln zu lassen und die Landschaft samt Pflanzen und Tieren aufzusaugen. 

Es gibt hier also nicht nur Montagen und Fischfotos zu sehen, sondern auch wunderbare Landschafts- und Naturaufnahmen. 
Hier muss einmal jemanden erwähnen, der viele wunderbare Fotos gemacht und mir zur Verfügung gestellt hat - dafür Liebes, VIELEN DANK!

Hier gehts zum blog: wurzelweber.blogspot.com