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Freitag, 10. Juni 2011

Watfischen in der Diemel - 360°

Ein weiteres Kugelpanorama der Diemelstrecke des Warburger Angelvereins.
Das Besondere hier ist die "springende Fischperspektive". Man befindet sich direkt in der Diemel und kann erahnen, dass es sich hier wirklich gut Spinn- oder Fliegenfischen lässt. 

Dienstag, 31. Mai 2011

Diemelstrecke im Kugelpanorama - eine feine Sache ...

Wer gerne mal den Angelplatz im Voraus checkt, der kann sich hier direkt an meinem Hausgewässer umsehen. Hier gibt es attraktive und malerische Ecken zum Angeln und Entspannen.
Eine gute Möglichkeit diese Landschaft im Medium Internet rüber zu bringen ist ein Kugelpanorama, weil man selbst interaktiv den Blickwinkel steuern kann.

Panorama ansehen

Für alle, die an der Diemel bei Warburg gerne mal einen Angeltag verbringen möchten - Infos zu den Bedingungen und den Tagesscheinvergabestellen gibt es beim Angelverein Warburg und über das Infocenter Warburg.
Da ich seit drei Jahren Gastangler bin kann ich mit folgenden Infos dienen:
Die Fangbegrenzung liegt bei 5 Salmoniden und 10 Aalen, wobei Äschen ganzjährig geschont sind und mehrere Teilstrecken komplett geschont werden. Allerdings habe ich noch nie einen Tagesschein zu Gesicht bekommen und kann daher nicht garantieren, dass diese Zahlen auch für den Erwerber gelten.
Ich angel hier vorallem Bachforellen und Aale, meistens mit einfachen Grund- und Posenmontagen oder mit Spinner, Wobbler & Co.
An all diejenigen, die gerne ihre Angelplätze zugemüllt und verwarlost verlassen, den möchte ich an dieser Stelle sehr gerne von einem Besuch abraten. Die Diemel hat hier noch einen recht naturnahen Charakter - vorallem da, wo man mal nicht so eben mit dem Auto ranfahren kann. Zum Glück hält es sich mit rücksichtslosen Müllanglern in Grenzen und das soll auch in Zukunft gerne so bleiben.
Sonst gängige Methoden wie Anfüttern, Hältern, Catch & Release Angeln sowie Lagern und Grillen sind hier verboten.


Allen Angeljüngern wüsche viel Spass panorieren und irgendwann ...
... den ganz Großen ans Band.


Abendliche Angler-Romantik

Ab und zu kann ich mich überwinden meine Kamera und Stativ zusätzlich zu meinem üblichen Angelsachen mit zum Angelplatz zu schleppen.Dann angele ich ausschliesslich auf Grund mit Glocke oder Piepgerät, weil je nach Situation der Angeltripp schnell zu einer Fotosession entarten kann ...
Diese schöne Abendstimmung hat meine Aufmerksamkeit so sehr in den Bann gezogen, dass ich fast ausschliesslich an der Kamera oder meinem Angelgerät beschäftigt war.
Der Mond war schon früh am Abend zu sehen nahm auf der Fotoszene seinen Platz ein ...
Die Fische liessen sich von dem Abendrot nicht ablenken und bissen ordentlich an meinen Grundruten. Der ein oder andere Moment ist dadurch leider entwischt währen ich alle Bisse ans Band holen konnte.

Ein ordentlicher Fang rundet einen schon sehr runden Tag für mich ab. Zwei schöne Bachforellen von 36 und 31 cm geben eine schöne Mahlzeit.

Dienstag, 5. April 2011

Frühjahrsangeln an der Diemel


An meinem Heimatgewässer, der Diemel bei Warburg, angele ich jetzt das dritte Jahr. Am 18. März war es endlich soweit. Mein persönliches Anangeln zum Sonnenuntergang. Ich packe ein paar meiner Angelbrocken ein und fahre zu dem Flüsschen, dass ca. 3-10 Fahrminuten von mir zuhause entfernt liegt und lasse einen aufregenden Tag im Leben der Selbstständkeit zurück um selbst zu werden ...
das wird kein esoterischer Exkurs wohl aber der Hinweis, dass ich die Angelei als eine Art meditative Komponente in meinem Leben sehe.

Im Moment kann man noch relativ frei angeln - kein Uferbewuchs und auch die Pflanzen unter Wasser lassen dem frühen Angler an der Diemel viele Freiheiten der Köderpräsentation und Platzwahl. Das sieht schon bald ganz anders aus.


Hier zu sehen einer der ruhigsten Bereiche der Diemel.
Der eigentlich als Äschenregion bekannte Flußabschnitt bei Warburg beherbergt aus Anglersicht bis auf weiteres hauptsächlich Bachforellen, Regenbogenforellen, Aale und vereinzelt Weißfischarten wie etwa Rotauge, Döbel und Co. Die Äschen der Region sind für mehrere Jahre ganzjährig geschont.
Da sich der Angelverein Warburg intensiv um einen natürlichen Besatz und fischgerechte Umbauten der Wasserführungsanlagen und Uferbeschaffenheit kümmert, kann man für die Zukunft gute Voraussetzungen für einen ökologisch "gesundes" Ökosystem Diemel bei Warburg hoffen - wohlwissend, dass ohne Einsatz und Mitwirken der übrigen an der Diemel angrenzenden Gemeinden und Vereine auch dies nicht nachhaltig sein kann.



Aus meiner Sicht gestaltet sich die Natur um und in der Diemel bei Warburg vielseitig, artenreich und naturnah, vorallem stadtauswärts Richtung Haueda.


Gefischt wird bei abendlich hoher Wassertemperatur von 7° C und Lufttemperaturen zwischen 6° und 9° C mit einfachen Montagen und Rute, da ich vor Allem die Stimmung am Wasser genießen will und nicht in sonderlich sportlicher Mission unterwegs bin.

Ich fische mit einer längeren Steckrute für weiter entfernte Angelplätze und einer kurzen Steckrute, 210 cm Einhandbarschrute - die kann ich flexibel einsetzen. Als Grundrute, Spinnrute oder Posenrute findet eine kurze Rute ihren Einsatzmöglichkeiten fast überall.


Grundmontagen biete ich auf einfache Weise mit einer Bebleiung zwischen 5 und 20 g an - je nach Strömungsbereich. Fast strömungslose Bereiche und Stellen mit starker, rauher Strömung und Tiefenbereiche von 20-200 cm sind hier möglich. 

Als Köder auf Forelle funktioniert in dem Fall eigentlich immer Wurm (Tauwurm, Dendrobena, Rotwurm ...) aber auch Maden, Bienenmaden oder andere Köder können zu bestimmten Jahreszeiten / Tagen den gewünschten Fisch ans Band bringen.

Bündel Rotwürmer an einem 6er Haken.










Die Ruten lege ich meist mit geöffnetem Rollenbügel ab und befestige die Schnur mit einem einfachen Küchengummi am Rutenblank - das hält die Schnur bei Strömung und Wind aber lässt sich bei Schnurzug leicht lösen - der Fisch kann erst einmal Schnur nehmen.
Als Beschwerung kann ein Stock, ein im Fachhandel zu bekommender Swinger oder Affenkletterer oder eine Glocke in die Schnur gehangen werden. Ein Bissanzeiger veredelt die Nummer, eine Glocke oder ein wachsames Auge tut es aber durchaus auch.

Hier kann man noch gut die Wasserstände des letzten Hochwassers im Januar diesen Jahres erkennen. Teilweise sieht man Rückstände bis zu knapp 2 m in den Bäumen hängen.
Wer möchte, der kann sich gerne den Artikel hier ansehen.

Ich beobachte die Vögel wie sie sich das Zeug für den Nestbau sammeln ...



Ich sehe Weißfische an der Oberfläche, hier und da springen ein paar kleine Forellen nach den kleinen Fledermäusen, die hier immer anzutreffen sind - die sind doch größenwahnsinnig denke ich mir... dann beisst der erste Fisch ...





Fast immer und überall zu beobachten sind Ratten, die auf- oder abtauchen, um zu ihren Behausungen zu gelangen oder sich vor einem Angler zu verstecken.
Auch Reiher, Wacholderdrosseln, Eisvögel, Buntspechte uvm. kann man hier das ein oder andere Stündchen an der Diemel erleben.

Eine zweite Montage wird gestellt ...
es beisst der zweite Fisch ...
Einfache, schlanke Pose mit 5-6 g.
Diese lässt sich wenn nötig auf die gegenüberliegende Seite befördern und hält den meisten Strömungsabschnitten Stand.
Ich benutze als Bebleiung ein einfaches Wettkampfblei, das auf der Schnur läuft in Kombination mit einer Laufpose
In diesem Falle ziehe ich drei Maden auf einen 10er Haken und setze auf das Vorfach ein paar Schrotbleie, um das Vorfach in leichter Strömung auf gewünschter Wasserhöhe zu halten.


Das Ganze biete ich kurz über dem Grund an und lasse die Pose über verdächtige Stellen laufen.







Kurze Zeit später - nach meinem dritten Fisch entscheide ich, dass der Angeltag für mich erfolgreich beendet werden kann.

In diesem Falle geben mir drei schöne Forellen an diesem Tag Recht und runden die vielseitigen Stunden mit einer schönen Mahlzeit ab. Ich habe drei Bachforellen mit 36 und 2x 31 cm ans Band bekommen und bin mehr als zufrieden mit meinem Angelstart.

Bis bald ...

Samstag, 15. Januar 2011

Land unter ...

... das ist das Motto dieser Tage - überall in der Region.

Bei uns an der Diemel und der Twiste wurden am Wochenende extrem kritische Pegelstände gemessen - wie fast überall in der Region. Die kleinen Flüße treten sehr weit in die umliegenden Ländereien und lassen die eigentlichen Flußverläufe nur noch erahnen.



Auf dem Bild sieht man einen Teil der alten Diemel bei Warburg, die gewöhnlich nur ein kleines Rinnsaal darstellt - die gewohnte Landschaft ist nicht mehr zu erkennen.
Die Diemelaue in Warburg.
In diesen Tagen macht sie ihrem Namen alle Ehren.


Zusammen mit der Wurzelweberin habe ich mich aufgemacht, um ein paar Bilder des Spektakels aufzunehmen.
Blick vom E-Werk in Warburg in Richtung Wormeln.


Die Überschwemmungsgebiete bedecken die sonst weitläufigen Diemelwiesen. Die Landschaft verkleidet sich ...
Blick von der Dalheimer Brücke flußabwärts in Richutng Haueda.
Hier hat der Pegel gute 1,7 m mehr als gewöhnlich.



Der kleine Exkurs mit der Wurzelweberin hat mich arg schockiert.
Mit soviel Wasser hatte keiner von uns gerechnet.