Seiten

Posts mit dem Label Tipps werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tipps werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 31. Mai 2011

Diemelstrecke im Kugelpanorama - eine feine Sache ...

Wer gerne mal den Angelplatz im Voraus checkt, der kann sich hier direkt an meinem Hausgewässer umsehen. Hier gibt es attraktive und malerische Ecken zum Angeln und Entspannen.
Eine gute Möglichkeit diese Landschaft im Medium Internet rüber zu bringen ist ein Kugelpanorama, weil man selbst interaktiv den Blickwinkel steuern kann.

Panorama ansehen

Für alle, die an der Diemel bei Warburg gerne mal einen Angeltag verbringen möchten - Infos zu den Bedingungen und den Tagesscheinvergabestellen gibt es beim Angelverein Warburg und über das Infocenter Warburg.
Da ich seit drei Jahren Gastangler bin kann ich mit folgenden Infos dienen:
Die Fangbegrenzung liegt bei 5 Salmoniden und 10 Aalen, wobei Äschen ganzjährig geschont sind und mehrere Teilstrecken komplett geschont werden. Allerdings habe ich noch nie einen Tagesschein zu Gesicht bekommen und kann daher nicht garantieren, dass diese Zahlen auch für den Erwerber gelten.
Ich angel hier vorallem Bachforellen und Aale, meistens mit einfachen Grund- und Posenmontagen oder mit Spinner, Wobbler & Co.
An all diejenigen, die gerne ihre Angelplätze zugemüllt und verwarlost verlassen, den möchte ich an dieser Stelle sehr gerne von einem Besuch abraten. Die Diemel hat hier noch einen recht naturnahen Charakter - vorallem da, wo man mal nicht so eben mit dem Auto ranfahren kann. Zum Glück hält es sich mit rücksichtslosen Müllanglern in Grenzen und das soll auch in Zukunft gerne so bleiben.
Sonst gängige Methoden wie Anfüttern, Hältern, Catch & Release Angeln sowie Lagern und Grillen sind hier verboten.


Allen Angeljüngern wüsche viel Spass panorieren und irgendwann ...
... den ganz Großen ans Band.


Dienstag, 5. April 2011

Frühjahrsangeln an der Diemel


An meinem Heimatgewässer, der Diemel bei Warburg, angele ich jetzt das dritte Jahr. Am 18. März war es endlich soweit. Mein persönliches Anangeln zum Sonnenuntergang. Ich packe ein paar meiner Angelbrocken ein und fahre zu dem Flüsschen, dass ca. 3-10 Fahrminuten von mir zuhause entfernt liegt und lasse einen aufregenden Tag im Leben der Selbstständkeit zurück um selbst zu werden ...
das wird kein esoterischer Exkurs wohl aber der Hinweis, dass ich die Angelei als eine Art meditative Komponente in meinem Leben sehe.

Im Moment kann man noch relativ frei angeln - kein Uferbewuchs und auch die Pflanzen unter Wasser lassen dem frühen Angler an der Diemel viele Freiheiten der Köderpräsentation und Platzwahl. Das sieht schon bald ganz anders aus.


Hier zu sehen einer der ruhigsten Bereiche der Diemel.
Der eigentlich als Äschenregion bekannte Flußabschnitt bei Warburg beherbergt aus Anglersicht bis auf weiteres hauptsächlich Bachforellen, Regenbogenforellen, Aale und vereinzelt Weißfischarten wie etwa Rotauge, Döbel und Co. Die Äschen der Region sind für mehrere Jahre ganzjährig geschont.
Da sich der Angelverein Warburg intensiv um einen natürlichen Besatz und fischgerechte Umbauten der Wasserführungsanlagen und Uferbeschaffenheit kümmert, kann man für die Zukunft gute Voraussetzungen für einen ökologisch "gesundes" Ökosystem Diemel bei Warburg hoffen - wohlwissend, dass ohne Einsatz und Mitwirken der übrigen an der Diemel angrenzenden Gemeinden und Vereine auch dies nicht nachhaltig sein kann.



Aus meiner Sicht gestaltet sich die Natur um und in der Diemel bei Warburg vielseitig, artenreich und naturnah, vorallem stadtauswärts Richtung Haueda.


Gefischt wird bei abendlich hoher Wassertemperatur von 7° C und Lufttemperaturen zwischen 6° und 9° C mit einfachen Montagen und Rute, da ich vor Allem die Stimmung am Wasser genießen will und nicht in sonderlich sportlicher Mission unterwegs bin.

Ich fische mit einer längeren Steckrute für weiter entfernte Angelplätze und einer kurzen Steckrute, 210 cm Einhandbarschrute - die kann ich flexibel einsetzen. Als Grundrute, Spinnrute oder Posenrute findet eine kurze Rute ihren Einsatzmöglichkeiten fast überall.


Grundmontagen biete ich auf einfache Weise mit einer Bebleiung zwischen 5 und 20 g an - je nach Strömungsbereich. Fast strömungslose Bereiche und Stellen mit starker, rauher Strömung und Tiefenbereiche von 20-200 cm sind hier möglich. 

Als Köder auf Forelle funktioniert in dem Fall eigentlich immer Wurm (Tauwurm, Dendrobena, Rotwurm ...) aber auch Maden, Bienenmaden oder andere Köder können zu bestimmten Jahreszeiten / Tagen den gewünschten Fisch ans Band bringen.

Bündel Rotwürmer an einem 6er Haken.










Die Ruten lege ich meist mit geöffnetem Rollenbügel ab und befestige die Schnur mit einem einfachen Küchengummi am Rutenblank - das hält die Schnur bei Strömung und Wind aber lässt sich bei Schnurzug leicht lösen - der Fisch kann erst einmal Schnur nehmen.
Als Beschwerung kann ein Stock, ein im Fachhandel zu bekommender Swinger oder Affenkletterer oder eine Glocke in die Schnur gehangen werden. Ein Bissanzeiger veredelt die Nummer, eine Glocke oder ein wachsames Auge tut es aber durchaus auch.

Hier kann man noch gut die Wasserstände des letzten Hochwassers im Januar diesen Jahres erkennen. Teilweise sieht man Rückstände bis zu knapp 2 m in den Bäumen hängen.
Wer möchte, der kann sich gerne den Artikel hier ansehen.

Ich beobachte die Vögel wie sie sich das Zeug für den Nestbau sammeln ...



Ich sehe Weißfische an der Oberfläche, hier und da springen ein paar kleine Forellen nach den kleinen Fledermäusen, die hier immer anzutreffen sind - die sind doch größenwahnsinnig denke ich mir... dann beisst der erste Fisch ...





Fast immer und überall zu beobachten sind Ratten, die auf- oder abtauchen, um zu ihren Behausungen zu gelangen oder sich vor einem Angler zu verstecken.
Auch Reiher, Wacholderdrosseln, Eisvögel, Buntspechte uvm. kann man hier das ein oder andere Stündchen an der Diemel erleben.

Eine zweite Montage wird gestellt ...
es beisst der zweite Fisch ...
Einfache, schlanke Pose mit 5-6 g.
Diese lässt sich wenn nötig auf die gegenüberliegende Seite befördern und hält den meisten Strömungsabschnitten Stand.
Ich benutze als Bebleiung ein einfaches Wettkampfblei, das auf der Schnur läuft in Kombination mit einer Laufpose
In diesem Falle ziehe ich drei Maden auf einen 10er Haken und setze auf das Vorfach ein paar Schrotbleie, um das Vorfach in leichter Strömung auf gewünschter Wasserhöhe zu halten.


Das Ganze biete ich kurz über dem Grund an und lasse die Pose über verdächtige Stellen laufen.







Kurze Zeit später - nach meinem dritten Fisch entscheide ich, dass der Angeltag für mich erfolgreich beendet werden kann.

In diesem Falle geben mir drei schöne Forellen an diesem Tag Recht und runden die vielseitigen Stunden mit einer schönen Mahlzeit ab. Ich habe drei Bachforellen mit 36 und 2x 31 cm ans Band bekommen und bin mehr als zufrieden mit meinem Angelstart.

Bis bald ...

Samstag, 5. Februar 2011

Probleme mit Schuppen?

Keine Angst. Hier wird auf keinen Fall Werbung für Anti-Schuppen Produkte o.ä. gemacht. Es geht um eine kurze Anleitung zu Thema "Fische richtig schuppen".

Detailbild vom Schuppenkleid einer Regenbogenforelle.
Die Schuppen sind sehr klein aber wer schonmal einen solchen Fisch geschuppt hat weiß, dass da einiges an Hornmaterial zusammen kommen kann - erst recht, wenn es sich um ein etwas größeres Exemplar handelt.


 









Es mag einige Leute geben, die es nicht für nötig erachten eine Forelle zu schuppen - oder die es schwachsinnig finden.
Mein kleiner Exkurs geht also an diejenigen, für die die kleinen Hornplatten ebenfalls unangenehm zwischen den Zähnen sind. Alle anderen können gern weiter scrollen oder munter weitercrunchen!

Im Prinzip gelten die folgenden Schritte für alle beschuppten Fischarten. Generell gestaltet sich die Arbeit bei Friedfischen einfacher, bei Kammschuppern schwerer.


1. Den Fisch von seiner Schleimhaut befreien. Dazu kann man Küchenkrepp, ein Handtuch o.ä. nehmen. Unter laufenden Wasser sorgfältig abspülen. 
Wer jetzt den Fisch etwas langzieht oder biegt, bricht die Schuppen bereits etwas auf und hat es später leichter.

2. Vor der eigentlichen Arbeit kann man den Fisch auf ein Holzbrett legen, damit er nicht so viel umherrutscht. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Haut schön naß bleibt. So ist es deutlich leichter und die Küche bleibt sauberer.
Wer will kann seine Hände vorher salzen - dann hat man den Fisch besser im Griff. Wer einer etwaigen Schweinerei entgehen möchte kann seine Fische auch unterwasser oder an der freien Luft bearbeiten. Manche Frau wird sich darüber freuen!

3. Nun schuppt man den Fisch beginnend vom Schwanz aufwärts, also gegen die Wuchsrichtung, indem man ihn mit einer Hand an der Schwanzflosse festhält.
Ich verwnde dazu ein einfaches Küchenmesser mit gezackter Klinge. Dabei stelle ich das Messer leicht schräg gegen die Wuchsrichtung - das funktioniert sehr gut.

Schuppt man vor dem Ausnehmen, so ist dies gerade im Bereich der Bauchpartie deutlich einfacher.
Allgemein sollte man dies nicht zu schnell madchen, damit die Schuppen nicht überall in der Küche rumfliegen. 












Alternative Werkzeuge sind ein Teelöffel (bei Rotaugen z.B. völlig ausreichend) oder ein Holzstück, an dessen Ende man einen Kronkorken befestigt - sies funktioniert sehr gut, ist aber bei mehrfacher Verwendung nicht die hygienisch beste Lösung. Wer bereits ist etwas Geld auszugeben, der kann sich auch einfach einen Fisch-Schupper kaufen.
4. Fisch gründlich abspülen und nochmal gegen das Licht kontrollieren, ob alle Schuppen entfernt sind. Restschuppen lassen sich so sehr gut erkennen, da die von Schuppen befreite Fischhaut deutlich matter wirkt. Er sieht einfach nackt aus.



Ich wünsche allen Anglern oder Köchen mit Schuppenproblemen gutes gelingen.
Mögt ihr baldige Heilung erfahren!

Freitag, 21. Januar 2011

Köderfische richtig lagern


Wer gerne mit Naturködern großen Räubern wie Hecht und Zander nachstellen möchte, kommt am Köderfisch nur schwer vorbei.
Kleine Fische wie Rotaugen, Rotfedern, Kaulbarsche, Lauben etc. eignen sich für viele Angelarten.
Sei es beim Ansitz, Spinnfischen, Vertikalangeln oder Schleppen - dieser Köder ist laut Meinung vieler Angelkollegen seinen Gummi-Brüdern immer voraus.

Rotfedern eignen sich gut für den Ansitz auf Hecht - aber richtig angeboten kann man damit auch gute Zander fangen.
Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass die Lagerung von mehreren kleinen Köderfischen zuhause nicht immer so einfach oder besser gesagt - nicht immer so angenehm ist.

Ich lagere meine Köderfische am Liebsten gefroren und am Besten einzeln entnehmbar.

Vorsicht: Auch andere Räuber stehen auf diesen Köder.
Hier im Hintergrund ein toller "Hecht"
. Mein gieriger Kater steht auf Plötzen & Co ...





Da ich aber nicht für jeden einzelnen kleinen Fisch einen Gefrierbeutel verwenden möchte, empfiehlt es sich, die Fische im trockenen Zustand getrennt voneinander einzufrieren. Ich lege die Fische dazu einfach schön verteilt auf einen leicht fettigen Teller oder ähnliches und stelle die Fische dann für eine Weile in die Tiefkühltruhe bis sie gut gefroren sind.
Jetzt kann ich sie vom Teller nehmen, zusammen in eine Tüte packen und schnell wieder einfrieren.
So gelagert kann man die Fische "portionsweise" entnehmen und ans Band hängen.

Wer die Fische nach dem Angeln wieder einfrieren will, sollte dafür sorgen, dass nicht genutzen Fische während des Angelns möglichst bretthart gefroren bleiben. Danach kann man die Fische verlustarm wieder einfrieren - ausserdem hat man damit immer einen Auftriebsköder im Gepäck, denn gefrorene Köder treiben in der Regel auf.
Aber auch einige ungefrorene Köderfische treiben auf. Wer das verhindern möchte sollte die Schwimmblase der Fische mit einer Ködernadel o.ä. zerstechen (ein paar Stiche zuviel können an dieser Stelle nicht schaden).

Ich wünsch Fisch ans Band!